Shopping in Wien: Nachhaltiges Neubau
Shopping in Wien – Willkommen in der Stadt, die seit Jahren zum lebenswertesten Ort der Welt gewählt wird. Das soll auch in Zukunft so bleiben, von Kreation bis zum Konsum, und deshalb wird hier der Wandel zur Wahrheit. Das beste Beispiel dafür ist der siebte Bezirk von Wien, auch Neubau genannt. Gleich hinter dem Museumsquartier gelegen ist er für seine kreative Atmosphäre, unabhängigen Geschäfte und seinen einzigartigen Charakter bekannt. Wenn es um Nachhaltigkeit in Herstellung und Einkauf geht, hat der siebte Bezirk die Nase vorn. Eine breite Palette von Möglichkeiten erlaubt es Einwohnern und Besuchern umweltfreundliche Entscheidungen zu treffen und unterstützt die lokalen Geschäfte.
Gewusst wie: Los geht der Bummel
Fabelhafte Second-Hand-Boutiquen gibt es im Neubau viele – dies ist eine mittlerweile etablierte Art, sich stilvoll und originell zu kleiden, Textil-Abfälle zu reduzieren und die Neuproduktion von Kleidern zu verringern. Schließlich ist die Textil-Industrie einer der leidigsten ‚Verbrecher‘ in Sachen Klima-Wandel. Aber der Neubau bietet noch mehr: Die Designerin Elke Freytag ist eine feste Größe zur Wiener Ball-Saison und ihre farbenfrohen, perfekt geschnittenen Kollektionen haben viele Fans. Der Clou: Freytag schneidert aus übrig gebliebenen Rest-Ballen anderer Designer und haucht so diesen hochwertigen Stoffen ein neues Leben ein.
© Ellen Alpsten
Shopping in Wien: Angesagte Designer
Einen anderen Ansatz bieten Designer wie Lena Kvadrat von Artpoint und Wiener Konfektion, die sich auf verwandelbare Mode im Industrie-Chic aus recycelten Kleidern und Stücken spezialisieren. Bei Artpoint helfen z.B. schlau gesetzte Spangen, Kleidungsstücke komplett zu verwandeln.
Die Designerin von Cade Wien schneidert aus Österreichischen Stoffen ihre sehr eigenen und erkennbaren Stücke: viele ihrer Pullover und Cardigans können auch ‚falsch herum‘ getragen werden, d.h. der Taillen-Bund wird zum Halsausschnitt, und wirken dadurch immer frisch und anders. Der farbenfrohe Filz kommt aus Tirol und die Japanisch angehauchten Obi Gürtel haben Trachtenmuster.
Der Zerum Store ist mittlerweile eine ganze Kette an erfolgreichen und fairen ‚Community Stores‘ geworden, die u.a. auch in Graz, Linz und Salzburg verkaufen. Zerum arbeitet aus Roh-Materialien mit kurzen Produktionswegen und verspricht eine faire Aufteilung zwischen Designer, Herstellung und Verkauf. Eine Inspiration zum Nachahmen: Die Zukunft soll für alle reichen.
Shopping in Wien: Nachhaltigkeit ist Trumpf
Statt Mode bietet der 7. Bezirk bietet auch das perfekte Geschenk und nachhaltige Kunsthandwerksläden: schließlich ist der Neubau für seine Kunst-Szene bekannt, und in zahlreichen Geschäften werden handgefertigte und nachhaltige Kunsthandwerksprodukte angeboten. In der Naturotheke gibt es liebevoll und lokal hergestellte, einzigartige Geschenke und Souvenirs wie Kerzen, Seifenschalen und Papeterie zu kaufen.
Aber der Neubau denkt noch weiter in Sachen Nachhaltigkeit: In den letzten Jahren sind hier Unverpackt-Läden immer beliebter geworden. Hier werden Lebensmittel und Haushaltswaren ohne Einwegverpackungen verkauft, was den Plastikmüll reduziert und die CO2-Belastung minimiert. In diesem Sinne wirken auch die Repair Cafés, wo defekte Elektronik, Kleidung und Haushaltsgegenstände repariert werden, anstatt im Müll zu landen. Ade, Elektroschrott!
Jeden Samstag findet im 7. Bezirk auch der „Bauernmarkt Neubau“ statt, auf dem Bauern ihre frischen, saisonalen Lebensmittel anbieten. Dies ist eine hervorragende Möglichkeit, die lokale Landwirtschaft zu unterstützen. Genuss, aber bitte umweltbewusst. Niemand bietet z.B. so gute Bio-Bosna an wie die Wiener Würstelbude. Zwar heißt es zu so gut wie jeder Uhrzeit Schlange stehen, aber die Wurst ist es wert. Am besten passt zur Bio-Bosna der Chili-Kukuruz.
Wer wie was, bitte? Pardon, wir sind ja in Wien – Also noch einmal, auf Deutsch: Eine Bratwurst, bitte, samt Maiskolben mit scharfem Ketchup.
Also dann: viel Spaß beim Shopping in Wien!
Text: Ellen Alpsten
Titelbild: Judith Hoppe







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