Unterwegs mit Honorarkonsul Thomas Schubert in Palau
Im Südseefieber, aber immer für die Deutschen da
Wenn sich Thomas Schubert mit seinen deutschen Landmännern und -frauen in Palau treffen wollte, könnte er einfach einen kleinen Stammtisch einberufen. Denn außer dem Honorarkonsul der Bundesrepublik Deutschland leben exakt zehn Deutsche auf den früheren westlichen Karolineninseln, die von 1899 bis 1914 eine deutsche Kolonie waren.
Ein Stammtisch ist bislang nicht geplant. Zum einen gibt es in Palau keine deutsche Eckkneipen-Kultur, zum anderen läuft man sich sowieso häufig über den Weg. Zumindest im überschaubaren Koror kennt jeder jeden. In der ehemaligen Hauptstadt lebt ein Großteil der Gesamtbevölkerung – und auch Thomas Schubert. Doch wie sieht der Alltag eines Konsuls aus, und was macht er in seiner Freizeit? Ich will’s genau wissen und weiche Thomas Schubert einen Tag lang nicht von den Fersen.
Taxifahrer Joel hat mich vor dem Palau Shop auf der Hauptstraße in Koror abgesetzt. Da stehe ich nun in der hellen Pazifiksonne und reibe mir erstaunt die Augen. Nein, es ist keine Fata Morgana. Neben der Ladentür hängt tatsächlich ein Schild mit dem deutschen Bundesadler.
Meine Erfahrungen mit Diplomaten sind bislang dürftig. Wie rede ich einen Honorarkonsul offiziell an? Der deutsche Würdenträger lacht. „Hier geht es nicht sehr förmlich zu, ich bin der Thomas.“ Er lädt mich ein, ihm in die Hinterräume des Geschäftes in sein Büro zu folgen. Es ist Spätsommer und relativ ruhig in Palau, die Hauptsaison beginnt erst im November. Vor wenigen Wochen war es noch ziemlich hektisch. Da gab der 2008 neu gewählte Präsident Johnson Toribiong bekannt, er wolle seinen US-amerikanischen Freunden die 17 Uiguren aus Guantanamo abnehmen, die ursprünglich in Deutschland angesiedelt werden sollten. Plötzlich war Palau in aller Munde, und Thomas hatte unzählige E-Mails des Auswärtigen Amtes zu beantworten. „Doch das war eine Ausnahme“, erinnert sich der Honorarkonsul, „ansonsten geht es hier ruhig und gemächlich zu.“
Text: jb
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September 2009
Reiseziele: Palau. Rheingau. Hong Kong. Zugspitzregion.
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Leserkommentare zu diesem Reiseziel
Kommentar Palau
von Die Reiseplanerin, München:
Die zu Palau gehörenden Rock Islands sind ein Eldorado für Taucher. Aber auch für Nichttaucher gibt es hier tolle Sachen und Tiere zu entdecken. Besonders schön ist eine Kanufahrt durch die Lagunen, in die man mit dem Motorboot nicht hineinkommt. Hier sind viele Jungtiere und -fische zu beobachten und man kommt teilweise wie der der erste und einzige Mensch auf Erden vor.
Weitere Infos unter www.paddlingpalau.com








