Kostenfalle Roaming: Wie teuer ist Telefonieren im Ausland?
23.06.2009 10:00
Hamburg, den 23. Juni 2009 - Telefonieren innerhalb der EU wird billiger. Vom 1. Juli an gelten für Handygespräche, SMS und Datenübertragungen im mobilen Internet feste Höchstpreise, wie die EU-Verbraucherminister beschlossen. Für deutsche Mobilfunkkunden dürfen Anrufe vom Handy jetzt nur noch maximal 51 Cent/Minute inkl. 19 % MwSt. kosten, anstatt bislang 55 Cent. Die Kosten für angenommene Gespräche werden von 26 auf 23 Cent gesenkt. Wer lieber über SMS mit seinen Freunden im Ausland in Kontakt bleibt, muss nur noch mit 13 Cent pro Nachricht rechnen.
Neben den neuen Regelungen der EU bieten die Mobilfunkanbieter spezielle Roaming-Tarife für Telefonate im Ausland. Wer eines dieser Pakete bucht, für den gilt die Preisobergrenze der EU nicht mehr. Doch gerade bei den vermeintlich günstigen Sonderkonditionen lauern überraschende Kostenfallen. Das unabhängige Handyportal 24mobile.de stellt die Urlaubstarife der größten Mobilfunk-Anbieter vor und zeigt, für wen sich die Zusatzoptionen wirklich lohnen:
T-Mobile „Relax Holiday 30": Für eine einmalige Zahlung von 10,- Euro erhalten T-Mobile-Kunden 30 Inklusivminuten innerhalb der EU sowie Kroatien und Island. Bei voller Ausnutzung der 30 Gesprächsminuten ergibt sich ein Preis von 33 Cent/Minute. Wer dagegen nur für Notfälle erreichbar sein will oder wenig telefoniert, der zahlt mit dem Paket von T-Mobile deutlich mehr als von der EU bestimmt wurde.
Vodafone „ReiseVersprechen": Hier gelten die jeweiligen Minutenpreise des Standardtarifs. Zusätzlich fallen pro Gespräch 75 Cent Gebühr an. Wer gerne auch vom Urlaub aus lange in die Heimat telefoniert, kann hier punkten. Bei Kurzgesprächen steigen die Kosten allerdings schnell auf über 1 Euro/Minute an. Für die mobile Internetnutzung vom Ausland aus fallen 2 Euro/MB an, sowie 50 Cent pro hergestellter Verbindung.
E-Plus „Reisevorteil-Plus": Ähnlich wie bei vodafone muss auch hier eine Gebühr von 75 Cent pro Gespräch entrichtet werden, darüber hinaus kostet jede Gesprächsminute (ein- und ausgehend) 29 Cent. Kurznachrichten sind besonders günstig und kosten nur 9 Cent/Nachricht innerhalb der EU, Island, Norwegen und Liechtenstein.
o2 „International Roaming": Ausgehende Gespräche kosten bei o2 54 Cent/Minute, eingehende Gespräche 28 Cent/Minute. Besonders auf den Geldbeutel schlägt der SMS-Versand mit 39 Cent/Kurznachricht. Auch das mobile Internet kann schnell zur Kostenfalle werden: etwa 7 Euro pro MB berechnet o2 im Ausland für die Datenübertragung.
Thorsten Piontek, Geschäftsführer von 24mobile rät allen Mobilfunkkunden: „Informieren Sie sich vor einer Auslandsreise ausführlich über die Roaming-Angebote Ihres Anbieters und überlegen Sie, wie intensiv Sie Ihr Handy im Urlaub wirklich nutzen wollen. Häufig sind SMS die günstigere Alternative zu kurzen Gesprächen und reichen aus, um kurze Urlaubsgrüße zu versenden". Weitere Tipps vom Experten: „Verschicken Sie die Festnetznummer Ihres Hotels an die Daheimgebliebenen und umgehen Sie auf diese Weise teure Handytelefonate. Außerdem sollte unbedingt die Mailbox vor dem Urlaub ausgestellt werden, denn für Nachrichten, die dort während des Urlaubs eingehen, muss beim Abrufen doppelt gezahlt werden."
In Nicht-EU-Ländern bleibt das Telefonieren weiterhin kostspielig: Teilweise werden hier bis zu 2,99 €/Minute abkassiert. Während das Telefonieren aus den USA oder Kanada bei den meisten Netzbetreibern noch mit etwa 1,50 Euro /Minute relativ erträgliche Kosten verursacht, ist von Gesprächen mit dem Handy in Dritte-Welt-Ländern oder in Südamerika fast gänzlich abzuraten.
Weitere Informationen und eine Übersichtstabelle zum Thema „Roaming-Preise der größten Mobilfunk-Anbieter in Deutschland" finden Mobilfunkkunden unter http://www.24mobile.de/infocenter/news.

