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Weben - Teil der Maori-Kultur in Neuseeland

Mahi raranga, die Webkunst, ist fundamentaler Bestandteil der Maori-Gesellschaft

Mahi raranga, die Webkunst, ist fundamentaler Bestandteil der Maori-Gesellschaft und ihrer Wirtschaft vor der Ankunft der Europäer. Die Weber stellten zum einen Alltagsgegenstände her: Es gab kete (Körbe), um Nahrung zu sammeln und zu transportieren; whariki (Matten) boten Sitzgelegenheiten und schützten vor Schmutz am Boden. Auf der anderen Seite stellten die Weber kunstvoll gewebte korowai (Umhänge) her, mit denen der Träger sein mana (Prestige und sozialer Status) sichtbar machte.

 

Die Webkunst der Maori wurde durch den Einfluss der Europäer zurückgedrängt, Decken ersetzten die Umhänge, Kleidung und Utensilien. Heute spielt die Webkunst als entscheidender Bestandteil der Maori-Wirtschaft keine wesentliche Rolle mehr. Allerdings erlebt Weben als Kunstform seit einigen Jahren eine Renaissance. 

Rita Baker, geboren in Dresden, ging 2003 für ihren damaligen Arbeitgeber, einen Reiseveranstalter aus Deutschland, nach Neuseeland. Aus wenigen Wochen wurden inzwischen über sechs Jahre. Mittlerweile hat sich Rita als freischaffende Flax-Künstlerin einen Namen gemacht. Wir haben Rita auf einem ihrer seltenen Besuche in der alten Heimat zum Gespräch getroffen.

 

Reise-Inspirationen: Was hat Dich bewogen, die alte Maori Web-Kunst zu studieren und zu praktizieren?

 

Rita Baker: Ich wollte das schon seit meiner Ankunft lernen, nur wusste ich nicht wie. Maori-Kultur hat mich seit meinem ersten Urlaub hier in Neuseeland vor über zwölf Jahren interessiert. Speziell weil es sich um eine der ältesten Kunstformen hier im Land handelt. So war mein Entschluss, mich als Weberin ausbilden zu lassen quasi eine Weiterführung dieses Interesses. Es hilft natürlich, wenn man mit einem Maori verheiratet ist, so wie ich.

RI: Woher nimmst Du Deine Inspiration für Deine Kunstwerke, Deine Taschen & Alltagsgegenstände? 

 

Rita Baker: Mich inspirieren Bilder die ich mal gesehen habe, es gibt Bücher mit Mustern, die mal jemand gesammelt hat. Museen haben vielfach ganz tolle Ausstellungen, wo man viele Ideen bekommt ebenso andere Kunstgegenstände. Am meisten inspiriert mich aber die wundervolle Natur Neuseelands – vor allem für Wandbehänge und andere Kunstwerke; die meisten Farben sind der Natur hier entnommen. 

 

Text: Claudia Ressel

 

Neugierig geworden, wie es weitergeht? Den kompletten Artikel finden Sie in der November 2009-Ausgabe des PDF-Magazins:

November 2009

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